
Wenn sich die Fülle wandelt

Seminar-Infos
Die Zeit des großen Blühens ist vorüber. Die Erde wird stiller, das Licht sinkt tiefer und die ersten Blätter lösen sich von den Bäumen. Was den Sommer über gewachsen und gereift ist, kehrt nun langsam zur Erde zurück. Die Natur zieht sich zurück – nicht aus Verlust, sondern um sich für die kommende Dunkelheit zu sammeln.
Die Tag und Nacht Gleiche führt uns an eine Schwelle. Wir stehen zwischen Licht und Dunkel, zwischen Fülle und Vergehen, zwischen dem, was wir noch tragen, und dem, was wir getrost der Erde übergeben dürfen. Es ist eine Zeit, innezuhalten und zu würdigen, was gewachsen ist. Und eine Zeit, die Hände zu öffnen für das, was gehen möchte. Was wir loslassen, sinkt in die Erde und wird dort zu Nahrung für das, was noch kommen will. So wird aus dem Ende ein Anfang, aus dem Vergehen neue Erde.
